... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Hermann HesseIn dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte. Was immer Du tun kannst oder wovon Du träumst, fang es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.

 Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

   

 

Franz KafkaDu must gar nichts tun,
bleib einfach an deinem Tisch sitzen und lausche
Lausche noch nicht einmal, warte einfach.
Warte noch nicht einmal, sei einfach ruhig still und allein,
und das Universum wird sich dir erschließen.
Es hat keine Wahl. Es wird dir in Ekstase zu Füßen rollen.

 

You do not need to do anything,
 just remain sitting at your table and listen.
Do not even listen, just wait.
Do not even wait, just be quiet, still and solitary,
and the universe will expose itself to you.
It has no choice. It will roll in ecstasy at your feet.

Franz Kafka (1883-1929) 

 

Zitate zum Thema Meditation

Meditieren heißt, in eine Idee aufgehen und sich darin verlieren, während Denken heißt, von einer Idee zur anderen hüpfen, sich in der Quantität tummeln, Nichtigkeiten anhäufen, Begriff auf Begriff, Ziel auf Ziel verfolgen. Meditieren und Denken, das sind zwei divergierende, unvereinbare Tätigkeiten.

Emile Cioran: Die verfehlte Schöpfung, 1949

Unsere größten Erlebnisse sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden

Jean Paul (1763 - 1825)

Sei still!
Sei einfach still!

Anleitung von Sri Ramana Maharshi zur Verwirklichung unseres wahren Selbst. (1879 - 1950)

Mache deine Meditation zu einem ununterbrochenen Geisteszustand. Ein  großer Gottesdienst findet allezeit statt, also sollte nichts von deiner meditativen Bewusstheit vernachlässigt oder ausgeschlossen werden.

Ramakrishna Paramahamsa (1836 - 1886, aus dem Englischen)

 

Wirkung von Meditation

Wenn die fünf Sinne und der Geist ruhig sind und der denkende Intellekt in Stille verweilt, beginnt der höchste Pfad. Diese ruhige Beständigkeit der Sinne wird Yoga genannt. Dann sollte man aufmerksam werden, weil Yoga kommt und geht.

Über Es meditieren, über Es nachdenken und mit Ihm kommunizieren - so entsteht am Ende die Auflösung weltlicher Täuschung.

Upanishaden (700 bis 200 v. Chr.)

Es ist unser künstliches und hoch spezialisiertes intellektuelles Leben mit seinen unnötigen Bedenken und Sorgen, das den Rhythmus des Herzschlags stört und es sehr schwierig macht, das Zentrum der "Schwerkraft" der Persönlichkeit dorthin zu platzieren, wo es hingehört. Schlaf verschafft im besten Fall eine teilweise Entlastung. Meditation führt dazu, dass das Bewusstsein nicht mehr vom Ego gefangen gehalten wird. Diese Gefangenschaft jedoch ist das größte Hindernis für Ruhe und Frieden.

Hazrat Inayat Khan (1882 – 1927)

Durch das Verharren in der Stille kommt jedes innere und äußere Geschehen zur Ruhe,
alle Begrenzungen und Bedingungen schwinden.
Dann erstrahlt das himmlische Licht, wodurch man sein wahres Wesen sehen und die absolute Wahrheit erfahren kann.

Chuang-Tse (ca. 400 v. Chr.)

 

In der Stille nehmen die Dinge Form an und wir müssen warten und beobachten. In uns, in unserer geheimen Tiefe, liegt das Element des Wissens welches sieht und hört was wir nicht sehen und hören.  All unsere Wahrnehmungen, all die Dinge die wir getan haben, all das was wir heute sind, entstand einmal in diesem Wissen, in schweigender Tiefe, dieser Schatzkammer der Seele.

Kahlil Gibran (1883 - 1991, aus: "Liebesbriefe an May Ziadeh")

 

Orte der Meditation

Jenseits aller Gedanken, Gefühle und Vorstellungen gibt es ein inneres Heiligtum, das wir nur selten betreten.
Es ist der Wesensgrund der Seele, wo alle Anlagen und Fähigkeiten ihre Wurzeln haben und welches das wahre Zentrum unseres Seins ist.

Bede Griffiths

Wenn ich nicht für mich bin, wer wird für mich sein?

Und wenn ich für mich bin, was bin "Ich"?

Und wenn nicht jetzt, wann?

Hillel the Elder (110 v.Chr ? - 10 n.Chr, Ethik der Väter, 1:14)

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