... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

ramanaEs gibt kein größeres Geheimnis als dies:

Wir suchen unentwegt nach der Wirklichkeit, obwohl wir doch diese Wirklichkeit sind.

Wir glauben, etwas würde die Wirklichkeit verbergen
und es müsse zerstört werden, bevor wir die Wirklichkeit erlangen.

Wie absurd!

Ein Tag wird kommen, an dem du über all deine früheren Bemühungen lachen wirst.

Das, was an jenem Tag, wo du lachst, sein wird, ist auch hier und jetzt.

 

Ramana Maharshi (1879-1950)

   

Allein mit dem Alleinigen

Höre, oh teure Geliebte!
Ich bin die Wirklichkeit der Welt.
Das Zentrum des Kreises,
Ich bin die Teile und das Ganze.
Ich bin der Wille der Himmel und Erde verbindet.

Ich habe deine Wahrnehmungsfähigkeit in dir nur geschaffen,
damit sie der Gegenstand meiner Wahrnehmung sei.
Wenn du dann Mich wahrnimmst, nimmst du dich selbst wahr.
Aber du kannst Mich nicht durch dich wahrnehmen.
Du kannst mich nicht mit deinen Augen sehen.
Ich habe mich dir so oft gezeigt, und du hast Mich nicht gesehen.

Ich wurde so oft zu Duft, und du hast Mich nicht gerochen,
zu leckerem Essen, und du hast Mich nicht geschmeckt.
Warum kannst du Mich nicht durch die Dinge erreichen, die du berührst?
Oder Mich in süßen Düften atmen?
Warum siehst du Mich nicht?
Warum hörst du Mich nicht?

Für dich übersteigen Meine Wonnen alle anderen Wonnen.
Und die Freude, die Ich dir vermittle übersteigt alle anderen Freuden.
Ich bin für dich allen anderen guten Dingen vorzuziehen.
Ich Bin Schönheit!
Ich Bin Anmut!
Liebe Mich.
Liebe nur Mich!
Liebe dich selbst in Mir, nur in Mir.
Binde dich an Mich, niemand ist innerlicher als Ich.
Andere lieben dich um ihrer selbst willen.
Ich liebe dich um deinetwillen. Und du, du fliehst vor mir.
Teure Geliebte!

Du kannst Mir nicht partnerschaftlich begegnen,
denn wenn du dich Mir näherst, tust du das, weil Ich Mich dir näherte.
Ich bin dir näher als du selbst, als deine Seele, als dein Atem.
Wer unter den Lebewesen würde dich so behandeln, wie Ich es tue?

Ich bin eifersüchtig auf dich, wegen dir.
Ich will nicht, dass du irgendjemand anderem angehörst, nicht einmal dir selbst.
Sei Mein, sei für Mich was du in Mir bist,
auch wenn du dir dessen nicht einmal bewusst bist.
Teure Geliebte! Lass uns in die Einheit schreiten.
Und wenn wir die Straße finden, die in die Trennung führt,
werden wir die Trennung zerstören.

Lass uns Hand in Hand gehen.
Lass uns die Gegenwart der Wirklichkeit betreten.
Lass sie unser Richter sein,
und unserer Vereinigung für immer ihr Siegel aufdrücken.

 

Aus dem "Kitab al-Tajalliyat" von Ibn Arabi (1165-1240, spanischer Sufi-Mystiker)
Übersetzung aus dem englischen Buch: „Alone with the Alone - Creative Imagination in the Sufism of Ibn‘Arabi" von Henry Corbin

 

 

englisches Original als Musik-Video...

Alone with the Alone

(klick to see the text as part of a YouTube-video)
 

Listen, O dearly beloved!
I am the reality of the world, the centre of the circumference,
I am the parts and the whole.
I am the will established between Heaven and Earth,
I have created perception in you only in order to be the
object of my perception.
If then you perceive me, you perceive yourself.
But you cannot perceive me through yourself,
It is through my eyes that you see me and see yourself,
Through your eyes you cannot see me.

Dearly beloved!
I have called you so often and you have not heard me
I have shown myself to you so often and you have not seen me.
I have made myself fragrance so often, and you have not smelled me.
Savorous food, and you have not tasted me.
Why can you not reach me through the object you touch
Or breathe me through sweet perfumes?
Why do you not see me? Why do you not hear me?

   
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