... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

hik1 new 150x200Das Ego trägt sein eigenes Gefängnis mit sich herum, es gibt nur einen Weg, daraus befreit zu werden, und das ist Selbst-Erkenntnis. - Es gibt ein wahres Ich im Menschen, dieses Ich ist göttlich. Das Ich selber wird niemals zerstört, es ist nur die Illusion, die vergeht. Das Ich ist das eine, was lebt. In der Kenntnis des Ich liegt das Geheimnis der Unsterblichkeit. Die Arbeit des spirituellen Menschen besteht darin, sein falsches Ich zu vergessen und sein wahres Selbst zu realisieren. Sich dieses falschen Selbst zu entäußern ist zweifellos schwieriger als alles auf der Welt – dies ist der Pfad der Heiligen und Weisen.

Hazrat Inayat Khan (1882 - 1927)

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Denkimpuls

 

Wenn Gottes Freunde im Garten der Sanftmut, auf dem Rasen des Bundes und in der Gesellschaft der Liebenden den Wein der Sehnsucht trinken, beginnen sie zu suchen. Wenn sie suchen, freuen sie sich. Wenn sie sich freuen, fliegen sie außerhalb des Käfigs der zwei Welten. Wenn sie fliegen, kommen sie an. Wenn sie ankommen, erreichen sie sich selbst. In diesem Zustand wird ihr Intellekt in Sanftmut ertränkt und ihr Herz von Enthüllung verzehrt. Nachdem sie sich selbst verloren haben, finden sie IHN. Die Sonne der anfangslosen Sanftmut scheint auf den Garten ihrer Herzen und die Narzisse der Intimität blüht in diesem heiligen Garten.

 Abū al-Qāsim Ahmad Sam'ānī (1094-1140)
The Repose of the Spirits: A Sufi Commentary on the Divine Names
(Persisch nach English: Prof. William C. Chittick)