... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Rainer_Maria_Rilke_1900Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist:
die Freiheit eines Lieben nicht vermehren um alle Freiheit, die man in sich aufbringt.
Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies: einander lassen;
denn dass wir uns halten, das fallt uns leicht und ist nicht erst zu lernen.

aus "Requiem für Paula Modersohn-Becker (1908)" von
Rainer Maria Rilke (1875–1926)

 
 

 

 

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Denkimpuls

Mutter Teresa


Alles beginnt mit der Sehnsucht

immer ist im Herzen Raum für mehr
für Schöneres, für Größeres.
Das ist des Menschen Größe und Not:
Sehnsucht nach Stille,
nach Freundschaft und Liebe.
Und wo Sehnsucht sich erfüllt,
dort bricht sie noch stärker auf.
Fing nicht auch deine Menschwerdung, Gott.
mit dieser Sehnsucht nach dem Menschen an?
So lass nun unsere Sehnsucht damit anfangen,
dich zu suchen
und lass sie damit enden, Dich gefunden zu haben.

Nelly (Leonie) Sachs (1891 - 1970)