... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Ich suche nicht - ich finde. 

Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuem.  Finden – das ist das völlig Neue!

Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!

Die Ungewißheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
die sich im Ungeborgenen geborgen wissen,
die in die Ungewißheit, in die Führerlosigkeit geführt werden,
die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen,
die sich vom Ziele ziehen lassen
und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt - das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen: Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

Pablo Picasso (1881-1973)

© 2026 Akademie-Lichtung

Ändere wenigstens mich selbst

Nasrudin war nun ein alter Mann und schaute auf sein Leben zurück. Er saß mit seinen Freunden im Teehaus und erzählte seine Geschichte.

Als ich jung war, war ich feurig. Ich wollte alle erwecken. Ich betete zu Allah, er möge mir die Kraft geben, damit ich die Welt ändern könnte.

In der Mitte meines Lebens erwachte ich eines Tages und erkannte, das mein Leben halb vorbei war. Und ich hatte niemanden geändert. Also betete ich zu Allah, mir die Kraft zu geben, die zu ändern, die nah um mich herum waren, und die es so sehr brauchten.

Oh je, nun bin ich alt und mein Gebet ist einfacher. Allah, bitte ich, bitte gib mir die Kraft, wenigstens mich selbst zu ändern.