... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

 

Lieber Mensch:COURTNEY A. WALSH Du hast es alles falsch verstanden!

Du bist nicht hier, damit Dir bedingungslose Liebe gelingt.
Die ist dort, woher Du kamst und wohin Du gehen wirst.
Du bist hier, um menschliche Liebe zu lernen.
Allumfassende Liebe. Schmuddelige Liebe. Schwitzige Liebe.
Verrückte Liebe. Gebrochene Liebe. Ungeteilte Liebe.
Durchtränkt vom Göttlichen. Lebendig durch die Anmut des Stolperns.
Offenbart durch die Schönheit des … Scheiterns. Und das oft.
Du bist nicht auf die Welt gekommen, um perfekt zu werden. Du bist es schon.
Du bist hier, um herrlich menschlich zu sein. Fehlerhaft und fantastisch.
Und um im Erinnern wieder aufzuerstehen.
Aber bedingungslose Liebe? Erzähl mir nichts davon.
Denn wahre Liebe kommt OHNE Adjektive aus.
Sie braucht keine näheren Bestimmungen. Sie braucht keine perfekten Umstände.
Sie bittet Dich nur, daß Du kommst. Und Dein Bestes gibst. Dass Du im Hier und Jetzt ganz da bist.
Dass Du leuchtest und fliegst und lachst und weinst und verwundest und heilst und fällst und wieder aufstehst
Und spielst und machst und tust und lebst und stirbst als unverwechselbares DU.
Das genüge. Und das ist viel.

Courtney A. Walsh (aus dem Englischen)

© 2026 Akademie-Lichtung

Die Belohnung

Nasrudin hatte gute Neuigkeiten für den König und schaffte es nach beträchtlichen Schwierigkeiten eine Audienz zu erhalten, obwohl, der Tradition gemäß, theoretisch jedes Anliegen das Recht hatte, sofort bei Hofe vorgetragen werden zu dürfen.

Der König hatte Gefallen an dem, was ihm berichtet wurde. „Wähle Deine eigene Belohnung“, sagte er. „Fünfzig Hiebe“, antwortete Nasrudin. Verwirrt ordnete der König an, dass Nasrudin geschlagen werden sollte.

Nachdem fünfundzwanzig Hiebe verabreicht worden waren, rief Nasrudin: „Stopp!“
„Nun“, sagte er, „bringt meinen Partner herein und gebt ihm die andere Hälfte der Belohnung. Der Haushofmeister, Eure Majestät, wollte mir nicht erlauben, Euch zu sehen, bevor ich ihm nicht schwor, dass ich ihm genau die Hälfte dessen geben würde, was auch immer ich für die guten Nachrichten erhalten würde.“