Der Yogi, der Priester und der Sufi
Nasrudin zog ein Sufigewand an und entschied, eine Wallfahrt zu machen. Auf seinem Weg traf er einen Priester und einen Yogi, und sie beschlossen zusammen zu bleiben. Als sie in ein Dorf kamen, baten ihn die anderen, Spenden zu sammeln, während sie ihre Anbetungen ausführten. Nasrudin sammelte einiges Geld und kaufte dafür Halwa.
Er schlug vor, dass sie das Essen teilen sollten, aber die anderen, die noch nicht hungrig genug waren, sagten, dass das bis zum Abend warten könne. Sie gingen weiter ihres Weges; als es Nacht wurde, bat Nasrudin um die erste Portion „denn ich war der Vermittler, um das Essen zu bekommen.“ Die andern waren nicht einverstanden: der Priester aus dem Grund, dass er eine ordentlich organisierte hierarchische Gemeinschaft repräsentiere. Deshalb müsse er den Vorzug haben; der Yogi sagte, weil er nur einmal alle drei Tage essen würde, sollte er mehr bekommen.
Schließlich entschlossen sie sich zu schlafen. Am Morgen sollte derjenige die erste Wahl vom Halwa haben, der den besten Traum gehabt hatte.
Am Morgen sagte der Priester: „In meinen Träumen sah ich unseren Religionsgründer, der ein Segenszeichen machte, das mich als besonders gesegnet hervorhob.“
Die anderen waren beeindruckt, aber der Yogi sagte: „Ich träumte, ich hätte Nirvana erreicht und wurde völlig in nichts aufgelöst.“
Sie wendeten sich dem Mullah zu: „Ich habe geträumt, ich habe den Sufi-Lehrer Khidr gesehen, der nur den allerheiligsten Menschen erscheint. Er sagte: „Nasrudin, iss das Halwa – jetzt! „Und natürlich musste ich gehorchen.“

Unsere tiefste Angst ist nicht, ungenügend zu sein. Unsere tiefste Angst ist, dass wir über alle Maßen kraftvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, was uns am meisten erschreckt. Wir fragen uns, wer bin ich denn, um brillant, großartig, begabt und einzigartig zu sein? Wer bist du eigentlich dies nicht zu sein. Du bist ein Kind Gottes. Dass du "klein" spielst rettet nicht die Welt. Da ist nichts Erleuchtetes daran, zu schrumpfen damit sich andere Menschen um dich herum nicht unsicher fühlen. Wir alle sind dazu gedacht wie die Kinder zu strahlen. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu offenbaren, die in uns liegt. Sie ist nicht in einigen von uns, sie ist in jedem. Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen, geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis, das Gleiche zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

